Besuch Max-Beckmann-Oberschule

Ein erster Teil meines Besuchs an der Max-Beckmann-Oberschule führte mich zur Vorstellung des Projekts rund um den Umbau der alten Cafeteria. Da die neue Cafeteria nun in dem von mir lange unterstützten Neubau Platz gefunden hat, soll im Altbau ein dringend benötigter Lernraum für das besondere Schulkonzept der MBO, das Selbstorientierte Lernen (SOL), entstehen. Die Gestaltung haben die Schülerinnen und Schüler mit Hilfe der Lehrkräfte selbst geplant und sogar gebrauchte Möbel organisiert, um die Gesamtkosten erfreulich gering zu halten. Besonders ins Auge gefallen ist mir hierbei das vorbildliche Engagement der Schulgemeinschaft. Umso weniger nachvollziehbar ist es, dass der zuständige Schulstadtrat der CDU die Finanzierung zweier aufgrund der Möbel zusätzlich benötigter Brandschutzwände in Höhe von rund 1.000 Euro mit der Begründung „fehlender Dringlichkeit“ abgelehnt hat. Wenn eine Schule derart ressourcenschonend agiert, braucht es konkrete Unterstützung aus dem Bezirksamt. Da behördliche Vorgaben die Nutzung anderer Gelder ausschließen, steht das Projekt nun auf der Kippe. Ich fordere das Bezirksamt auf, die benötigten Gelder zügig freizugeben.

Im Anschluss fand eine Diskussionsrunde zu den Themen soziale Ungleichheit und Chancengerechtigkeit im Bildungssystem statt. Gemeinsam mit Bildungssenatorin Katharina Günther-Wünsch, dem bildungspolitischen Sprecher der SPD-Fraktion, Marcel Hopp, sowie Kán Lindner, Kandidat für die Bezirksverordnetenversammlung Reinickendorf und ehemaliger Schülersprecher der Schule, stellte ich mich den sehr interessierten Fragen der Schülerschaft. Dabei waren wir uns auf dem Podium einig, dass für die Chancengleichheit deutlich mehr getan werden muss und gute Bildungspolitik direkt in der Schule bei den Schülerinnen und Schülern anfängt. Es wurde einmal mehr deutlich, dass wir hier kein Erkenntnisproblem, sondern ein handfestes Umsetzungsproblem haben. Wir müssen den Mut haben, neue Wege zu gehen und Konzepte auszuprobieren, die sich in anderen Ländern bereits erfolgreich bewährt haben.

Dies gilt insbesondere auch mit Blick auf die Schulabschlüsse, die einen weiteren zentralen Punkt unserer Debatte bildeten. Nach wie vor verlassen zu viele Jugendliche die Schule ganz ohne einen Abschluss. Wir alle auf dem Podium setzen uns nachdrücklich dafür ein, diese Quote deutlich zu senken. Ein erfolgreicher Schulabschluss bildet das entscheidende Fundament für einen selbstbestimmten Start ins Berufsleben und echte gesellschaftliche Teilhabe. Deshalb müssen wir unsere Anstrengungen bündeln und sicherstellen, dass jede Schülerin und jeder Schüler die notwendige individuelle Förderung erhält, um dieses grundlegende Ziel zu erreichen.

 

Zu Gast beim BFC Alemannia 1890 e.V.

Bestes Sommerwetter, eine grüne Oase und jede Menge Herzblut für den Kiez, das war der Rahmen für eine ganz besondere Station unseres Stadtteiltags am 24. Juni 2026.
Von 12:00 bis 13:30 Uhr stand die Sportanlage in der Ollenhauerstraße 64D, direkt am Kienhorstpark, ganz im Zeichen des Berliner Traditionssports.

Gemeinsam mit der Sportsenatorin Iris Spranger, Ralf Engelmann (Vizepräsident), Johann Knapp (Schatzmeister) und dem Vereinsgastronomen Bekim de Grazia ging es um die Frage: Wie steht es um den BFC Alemannia 1890 und wo drückt der Schuh?

Blick hinter die Kulissen: Zwischen Idylle und Investitionsstau

Nach einer kurzen Vorstellung des Traditionsvereins ging es direkt auf den Kunstrasen und die Tennisanlagen.
Die schöne Außenanlage täuscht jedoch nicht darüber hinweg, dass es hinter den Kulissen gewaltige Herausforderungen gibt:

Infrastruktur im Wartemodus: Das Vereinsgebäude hat mittlerweile über 42 Jahre auf dem Buckel. Der Sanierungs- und Investitionsstau ist unübersehbar, besonders die maroden Toilettenanlagen und das Dach machen den Mitgliedern zu schaffen.

Natur schlägt Technik: Auf dem Fußballplatz und den Tennisanlagen drängen Pappelwurzeln durch den Boden und beschädigen die Spielfläche. Das ist nicht nur ein Ärgernis, sondern irgendwann auch ein Sicherheitsrisiko.

Bürokratie-Hürden: Warum darf attraktive Sponsorenwerbung nicht angebracht werden? Und wie sieht es mit modernen Lösungen wie Videoaufzeichnungen bei Spielen und Training zu Analysezwecken aus? Hier wünscht sich der Verein flexiblere Rahmenbedingungen.

Diskussionsrunde: Die Zukunft des Sports im Kiez sichern
In der anschließenden Gesprächsrunde wurde Tacheles geredet. Neben der Situation des Tennissports im Kiez und den harten Herausforderungen für die Vereinsgastronomie in der heutigen Zeit, stand vor allem das Thema Finanzierung ganz oben auf der Agenda.

Ein wichtiges Signal für den Verein: Die dringend notwendige Sanierung des Fußballplatzes soll über Mittel aus der Sportmilliarde finanziert werden.

Doch der Verein hat noch mit weiteren finanziellen Hürden zu kämpfen. Es braucht eine verlässliche und unkomplizierte Zusammenarbeit mit dem Bezirksamt und dem Sportbund.

Das positive Fazit des Termins: Die Probleme wurden nicht nur gehört, sondern direkt adressiert. Sportsenatorin Iris Spranger hat vor Ort fest zugesagt, sich dieser drängenden Themen persönlich anzunehmen, um den BFC Alemannia 1890 e.V. fit für die Zukunft zu machen.

Ein großes Dankeschön an die Vereinsvertreter für den offenen Austausch und das unermüdliche Engagement für unseren Kiez!

Cité Guynemer - dran bleiben!

Im Club Bouliste war der Raum bis auf den letzten Platz gefüllt, bei großer Hitze diskutierten wir zwei Stunden lang intensiv über weitere Schritte, die zum Ziel der öffentlichen Widmung der Straßen in der Cité Guynemer führen. Klar wurde allerdings auch, dass die beste Gesamtlösung mit den maximalen Forderungen der beteiligten Institutionen nicht so einfach zu erreichen ist. Problem ist vor allem das zuständige CDU-geführte Reinickendorfer Bezirksamt, das nur dann eine öffentliche Widmung der Straßen will, wenn diese vollkommen saniert sind und dem Bezirksamt keine Kosten entstehen.
Daher haben wir unterschiedliche Zwischenlösungen besprochen, die zu Prüfaufträgen für alle eingeladenen Podiumsteilnehmer*innen führten: Die Berliner Wasserbetriebe prüfen, ob das zurzeit noch tätige Pumpwerk isoliert, also ohne eine öffentliche Widmung der Straße Avenue Jean Mermoz, erneuert werden kann. Außerdem wird geprüft, ob es ein zweites Pumpwerk gibt, das instand gesetzt werden kann.

Die Bundesanstalt für Immobilienaufgaben prüft, ob nur die Avenue Jean Mermoz ohne die Nebenstraßen gewidmet werden kann.
Die zuständige Senatsverwaltung für Stadtentwicklung prüft, ob eine Fläche für ein neues Pumpwerk gefunden werden kann bzw. wie der Stand des Verfahrens des Insolvenzverwalters ist. Möglicherweise gibt es ein herrenloses Grundstück, das übernommen werden kann.

Mein Fazit: Alle beteiligten Institutionen müssen sich bewegen und von ihren maximalen Wunschvorstellungen abrücken, damit die Anwohner*innen in der Cité Guynemer endlich ein zuverlässig funktionierendes Wassersystem erhalten. Denn zurzeit muss alle zwei Tage eine Fachfirma dafür sorgen, dass die marode Pumpe die Fäkalien entsorgt, so dass überhaupt ein Alltagsleben in diesem Gebiet möglich ist! Bedanken möchte ich mich vor allen Dingen für den kooperativen Einsatz der Berliner Wasserbetriebe.