Gemeinsam mit der stellvertretenden Kreisvorsitzenden der SPD Reinickendorf, Laurence Stroedter, unserem Berliner SPD-Spitzenkandidaten Steffen Krach und engagierten Vertretern des Naturschutzbundes (NABU) war ich am 10. August am Tegeler Flughafensee unterwegs, um mir vor Ort ein präzises Bild von der aktuellen ökologischen Lage zu machen. Der See beherbergt ein rund 26 Hektar großes Naturschutzgebiet, das zu den artenreichsten Gebieten unserer Stadt zählt und in dem stark gefährdete Arten wie der Haubentaucher, der Zwergtaucher, der Drosselrohrsänger sowie die sehr seltene Zwergdommel, der kleinste Reiher Europas, brüten. Im Gespräch mit dem Leiter der NABU-AG Flughafensee, Frank Sieste, wurde uns jedoch die dramatische und völlig unbefriedigende Situation für diese Tiere deutlich vor Augen geführt. Das Kernproblem besteht darin, dass sich die Bojenketten, die das empfindliche Schutzgebiet eigentlich seeseitig abgrenzen sollen, seit dem Jahr 2016 nach und nach aufgelöst haben. Die gravierende Folge dieser Nachlässigkeit ist, dass Badegäste, Schwimmer und Stand-up-Paddler im Sommer oft aus reiner Unwissenheit über die fehlenden Markierungen in die geschützten Uferzonen eindringen und den Vögeln den lebensnotwendigen Rückzugs- und Brutraum nehmen.

Es ist für mich inakzeptabel, dass der NABU seit 2018 um neue Bojen kämpft, während Bezirk und Senat die Zuständigkeiten hin- und herschieben. Ehrenamtliche Naturschützer dürfen nicht jahrelang um simple Schutzmaßnahmen betteln müssen. Für uns als SPD-Delegation steht fest: Dieses bürokratische Pingpong muss enden! Ich werde mich parlamentarisch nachdrücklich dafür einsetzen, dass die Bojenkette so schnell wie möglich wiederhergestellt wird. Zudem fordern wir klar definierte Zuständigkeiten, eine bessere Beschilderung zur Aufklärung der Badegäste und die Bereitstellung der nötigen Haushaltsmittel. Der Schutz unseres einzigartigen Flughafensees darf nicht kaputtgespart werden!